@gregorgross Hm, gute Frage. Jetzt, wo du es sagst, zur Zeit lese ich tatsächlich fast nur sehr neue Bücher. Das ist aber eher ein Zufall, weil ich dank Fediverse gerade auf viele relativ neue und interessante Bücher aufmerksam wurde.
Prinzipiell lese ich aber auch Bücher, die schon vor längerer Zeit erschienen sind. Bei der nächsten Ladung Bücher sind sind zum Beispiel einige "ältere" Werke von Neil Gaiman dabei, wobei ich die jetzt auch noch eher zu modernen Büchern zählen würde. Älter wirds in meinem Bücherregal. Das zieren neben Büchern in der Altersklasse von Gaiman z. B. auch alte Schinken von Terry Pratchett (großer Fan), ich finde, da bewegen wir uns schon im eher im Bereich der Klassiker. 😀
Wenn wir die Grenze zum Klassiker noch enger ziehen, dann sind aber die beiden einzigen oder zumindest ältesten Klassiker, die ich tatsächlich gelesen habe "Die Zeitmaschine" von H. G. Wells …
@gregorgross Hm, gute Frage. Jetzt, wo du es sagst, zur Zeit lese ich tatsächlich fast nur sehr neue Bücher. Das ist aber eher ein Zufall, weil ich dank Fediverse gerade auf viele relativ neue und interessante Bücher aufmerksam wurde.
Prinzipiell lese ich aber auch Bücher, die schon vor längerer Zeit erschienen sind. Bei der nächsten Ladung Bücher sind sind zum Beispiel einige "ältere" Werke von Neil Gaiman dabei, wobei ich die jetzt auch noch eher zu modernen Büchern zählen würde.
Älter wirds in meinem Bücherregal. Das zieren neben Büchern in der Altersklasse von Gaiman z. B. auch alte Schinken von Terry Pratchett (großer Fan), ich finde, da bewegen wir uns schon im eher im Bereich der Klassiker. 😀
Wenn wir die Grenze zum Klassiker noch enger ziehen, dann sind aber die beiden einzigen oder zumindest ältesten Klassiker, die ich tatsächlich gelesen habe "Die Zeitmaschine" von H. G. Wells und "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley, vor allem letzteres fand ich klasse.
Daneben habe ich noch was von Lovecraft im Regal stehen, was ich mir vor langer Zeit mal gekauft habe, aber ehrlich gesagt hält mich dessen Rassismus vom Lesen ab (der mir zum Zeitpunkt des Kaufs noch nicht bewusst war).
Und jetzt, wo ich gerade gekuckt habe, habe ich noch "Die Reise zum Mars" von Eric Idle gefunden, das kommt dann wohl auch mal auf die Leseliste? 😄
Und du? Glaube, bei dir habe ich ab und zu mal Klassiker in der Timeline gesehen, oder?
@Fynh_liest Also, ich fand die Bücher von HP Lovecraft immer herausragend gut, insbesondere Call of Ctulhu. Daß der Autor ein Arsch war, habe ich anfangs nicht gewußt. Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch, das zum Archetyp eines ganzen Genres wurde. Und solange ich mir der Persönlichkeit Lovecrafts bewußt bin, kann ich das Buch trotzdem lesen, finde ich (und ich könnte jetzt noch lange schreiben, was für Gründe dafür sprechen).
Mir sind Klassiker wichtig. Die müssen irgendwie gut sein, sonst wären sie keine Klassiker geworden. Außerdem lesen die modernen Autoren, die wir lieben, all diese Klassiker normalerweise, was sie neben anderen Dingen zu den guten Autoren macht. Aber ich meine damit nicht einen offiziellen Klassiker-Kanon (obwohl z.B. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust wirklich ein sehr gutes Buch ist).
Meine Klassiker bei SciFi:
Vernon Vinge - A fire upon the deep
…
@Fynh_liest Also, ich fand die Bücher von HP Lovecraft immer herausragend gut, insbesondere Call of Ctulhu. Daß der Autor ein Arsch war, habe ich anfangs nicht gewußt. Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch, das zum Archetyp eines ganzen Genres wurde. Und solange ich mir der Persönlichkeit Lovecrafts bewußt bin, kann ich das Buch trotzdem lesen, finde ich (und ich könnte jetzt noch lange schreiben, was für Gründe dafür sprechen).
Mir sind Klassiker wichtig. Die müssen irgendwie gut sein, sonst wären sie keine Klassiker geworden. Außerdem lesen die modernen Autoren, die wir lieben, all diese Klassiker normalerweise, was sie neben anderen Dingen zu den guten Autoren macht. Aber ich meine damit nicht einen offiziellen Klassiker-Kanon (obwohl z.B. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust wirklich ein sehr gutes Buch ist).
Meine Klassiker bei SciFi:
Vernon Vinge - A fire upon the deep
Frederick Pohl - Gateway-Trilogie !!!
Stanislaw Lem - Solaris, Fiasko
Robert Heinlein - The moon is a harsh mistress
Dan Simmons - Hyperion, Endymion
alle Kurzgeschichten von James Tiptree Jr. (einer Frau, die unter männlichem Synonym veröffentlichte)
@gregorgross Ja, ich finde sie an sich auch trotzdem gut. Vor allem die Atmosphäre, dieses Unheimliche und bedrohliche Unbekannte, das Angst einflößt und trotzdem zugleich fasziniert und den Forschergeist bei den Protagonisten (ich glaube, es sind echt immer Männer) weckt, wodurch diese Schrecken dann immer portionsweise, aber letztlich nie ganz aufgedeckt wird. Und damit hat er ja auch eine wichtige Grundlage für heutige Horror-Storys gelegt.
Aber trotzdem hat er seinen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ja oft auch in seine Geschichten eingepflegt. Und damit meine ich jetzt nicht nur im übertragenden Sinne, indem er das Unbekannte und Fremde als bedrohlich beschreibt, sondern auch ganz offen und direkt und spätestens das stößt mir dann beim Lesen sauer auf. Daher bin ich froh, dass ich noch genug anderen Lesestoff habe.
Auch dank deiner Empfehlungsliste, danke. 😊 Tiptree hattest du mir ja schon einmal empfohlen, sie hatte ich mir auch bereits gemerkt. Aber …
@gregorgross Ja, ich finde sie an sich auch trotzdem gut. Vor allem die Atmosphäre, dieses Unheimliche und bedrohliche Unbekannte, das Angst einflößt und trotzdem zugleich fasziniert und den Forschergeist bei den Protagonisten (ich glaube, es sind echt immer Männer) weckt, wodurch diese Schrecken dann immer portionsweise, aber letztlich nie ganz aufgedeckt wird.
Und damit hat er ja auch eine wichtige Grundlage für heutige Horror-Storys gelegt.
Aber trotzdem hat er seinen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ja oft auch in seine Geschichten eingepflegt. Und damit meine ich jetzt nicht nur im übertragenden Sinne, indem er das Unbekannte und Fremde als bedrohlich beschreibt, sondern auch ganz offen und direkt und spätestens das stößt mir dann beim Lesen sauer auf.
Daher bin ich froh, dass ich noch genug anderen Lesestoff habe.
Auch dank deiner Empfehlungsliste, danke. 😊
Tiptree hattest du mir ja schon einmal empfohlen, sie hatte ich mir auch bereits gemerkt. Aber auch die anderen schaue ich mir mal genauer an.
@Fynh_liest Es gibt auch Contra-Romane, die auf HP Lovecraft direkt (oder indirekt) Bezug nehmen:
Matt Ruff - Lovecraft Country ➜ bookrastinating.com/book/269568/s/lovecraft-country (typisch irrsinnige Ruff-Geschichte, die sehr direkt auf HP Lovecraft Bezug nimmt, aus Sicht von Schwarzen in den 1950ern)
Percival Everett - The Trees ➜ bookrastinating.com/book/329424/review#reviews (Lynchings umgedreht erzählt, mit weißen Opfern und mit einigen mystischen Anteilen, mein Review ist da zu finden)
@gregorgross Danke! Das zweite habe ich sogar schon auf der Leseliste, dank deines Reviews damals, das erste klingt aber auch cool und kam direkt mal drauf.