Ich habe witzigerweise die 1. Ausgabe aus den 1920ern geschenkt bekommen, in einer wirklich gut erhaltenen Version, super eingeschlagen, mit Bildern usw. Und was für ein Buch, wow!
Reviews and Comments
Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Seitdem interessiert sich Gregor für alles Mögliche, manchmal sogar wichtigen Sachen: weit gestreute Romane aus fast allen Genres (eigentlich nur keine aus dem Genre, wo blondgelockte Männer mit nacktem Oberkörper auf Pferden sitzend die Covers zieren), Baseballstatistiken, Wandern, Kochen, Zukunft von Mensch und Maschine.
Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in seiner Firma (http://alpha-board.de macht agile Hardware-Entwicklung und Fertigungsservice) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Büchern und noch mehr Büchern und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.
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gregorgross rated Marque and Reprisal: 4 stars
gregorgross rated Die Terroristen: 4 stars
gregorgross reviewed Batman by Jeph Loeb (Batman: Hush (1))
Batman and all his enemies!
4 stars
... really lots of action and a who's who of all of Batmans enemies. The story does not waste time at all. Batman really suffers.
... really lots of action and a who's who of all of Batmans enemies. The story does not waste time at all. Batman really suffers.
gregorgross reviewed The Boys Volume 7. by Garth Ennis
gregorgross reviewed Skizze eines Verunglückten. by Uwe Johnson (Bibliothek Suhrkamp -- Bd. 785.)
Gute, kurze Geschichte mit allen Johnson-Elementen, die man sucht
5 stars
Ich hatte dieses Buch im Schrank stehen. Meine Tante hatte es 1982 meinem Vater geschenkt, die Erstauflage, weil man Vater Uwe Johnson so mochte. Wir lebten damals im Osten und meine Tante in München. Im Buch steckt ein Zeitungsausschnitt über das Buch, aber welche Zeitung ist nicht erkennbar. So jedenfalls hatte meine Tante das damals immer gemacht, zum Buch gleich den passenden Zeitungsausschnitt zu liefern.
Geschrieben hat dies Buch Uwe Johnson als Festschrift zum 70. Geburtstag von Max Frisch, der selber kurz vor Ende zitiert wird. In dem Buch korrigiert ein Verunglückter die Darstellung seines Lebens in Presse und Gerichtsakten. Denn er lernte eine Frau kennen, in die er sich verliebte, und er konstruierte seine Liebe anhand von Literaturzitaten berühmter Autoren und Autorinnen. Seine Frau hatte ihn jedoch lange Zeit betrogen, weswegen er sie umbrachte und sich anzeigte:
1949, vor Gericht, habe er recht inständig gehofft auf …
Ich hatte dieses Buch im Schrank stehen. Meine Tante hatte es 1982 meinem Vater geschenkt, die Erstauflage, weil man Vater Uwe Johnson so mochte. Wir lebten damals im Osten und meine Tante in München. Im Buch steckt ein Zeitungsausschnitt über das Buch, aber welche Zeitung ist nicht erkennbar. So jedenfalls hatte meine Tante das damals immer gemacht, zum Buch gleich den passenden Zeitungsausschnitt zu liefern.
Geschrieben hat dies Buch Uwe Johnson als Festschrift zum 70. Geburtstag von Max Frisch, der selber kurz vor Ende zitiert wird. In dem Buch korrigiert ein Verunglückter die Darstellung seines Lebens in Presse und Gerichtsakten. Denn er lernte eine Frau kennen, in die er sich verliebte, und er konstruierte seine Liebe anhand von Literaturzitaten berühmter Autoren und Autorinnen. Seine Frau hatte ihn jedoch lange Zeit betrogen, weswegen er sie umbrachte und sich anzeigte:
1949, vor Gericht, habe er recht inständig gehofft auf ein Urteil, nach dem man ihn ums Leben bringen werde durch Stromströße oder durch den Strang, wobei es ihm nicht um die Strafe gegangen sei, sondern um einen Notausgang, einen Ausweg. In der Folge habe er seine eigene Todesstrafe gefunden, abzuleisten durch Ableben.
Die Handlung betrifft einen Deutschen, der aber in den USA lebt. Daher auch die Todesstrafe, von der er träumt.
Es enthält die übliche wunderbare deutsche Sprache Johnsons, seine springenden Beispiele und vertieften Blicke in alltägliche Situationen, die niemand so wie er hin bekommt. Ich bin auch Johnson-Fan und dies Buch war wunderbar.
gregorgross reviewed Navigator's Children by Tad Williams
Finally through the last book of two trilogies
4 stars
... and it was worth the wait, of course. I found it a bit tedious that always something seemed to happen to bring Utuk'kus plans to a stop, but then she just blows it away... yet in the end, it was one drop too many.
In the end, many subplots come to an end, true identities are revealed, and all bad people find their end.
This now ends the two trilogies around Osten Ard, one of the best I've ever read.
... and it was worth the wait, of course. I found it a bit tedious that always something seemed to happen to bring Utuk'kus plans to a stop, but then she just blows it away... yet in the end, it was one drop too many.
In the end, many subplots come to an end, true identities are revealed, and all bad people find their end.
This now ends the two trilogies around Osten Ard, one of the best I've ever read.
gregorgross started reading Navigator's Children by Tad Williams
gregorgross reviewed Direktor Beerta by J. J. Voskuil (Das Büro, #1)
Es zieht einen in seinen Bann
4 stars
Dieses Buch liest sich wirklich weg wie warme Semmeln. Dabei hat es kaum einen Plot. Wir erleben das Berufsleben von Marteen Koning in einem niederländischen Institut für Volkskunde. Dieser Band, der erste von sieben, behandelt dabei die ersten paar Berufsjahre von Marteen Ende der 50er bis Mitter der 60er Jahren, unter der Büroleitung von Direktor Beerta, mit dem Marteen in einem Büro sitzt.
Dabei erleben wir eigentlich nur die Welt aus Sicht von Marteen, und dabei auch meistens im Büro, seltener zuhause bei seiner Frau Nicolien. Die ist sehr links und verabscheut Karriere und will eigentlich auch, daß Marteen das tut. Nur Kapitalisten machen Karriere, wobei Marteen die Arbeit im Büro nicht als Karriere empfindet, weil er sie als unsinnig einstuft und immer auch so behandelt.
Alles, was außerhalb passiert, und das ist einiges, erleben wir nur, wenn es rund um Marteen gesagt wird. Und wie gesagt, es …
Dieses Buch liest sich wirklich weg wie warme Semmeln. Dabei hat es kaum einen Plot. Wir erleben das Berufsleben von Marteen Koning in einem niederländischen Institut für Volkskunde. Dieser Band, der erste von sieben, behandelt dabei die ersten paar Berufsjahre von Marteen Ende der 50er bis Mitter der 60er Jahren, unter der Büroleitung von Direktor Beerta, mit dem Marteen in einem Büro sitzt.
Dabei erleben wir eigentlich nur die Welt aus Sicht von Marteen, und dabei auch meistens im Büro, seltener zuhause bei seiner Frau Nicolien. Die ist sehr links und verabscheut Karriere und will eigentlich auch, daß Marteen das tut. Nur Kapitalisten machen Karriere, wobei Marteen die Arbeit im Büro nicht als Karriere empfindet, weil er sie als unsinnig einstuft und immer auch so behandelt.
Alles, was außerhalb passiert, und das ist einiges, erleben wir nur, wenn es rund um Marteen gesagt wird. Und wie gesagt, es gibt eigentlich keinen Plot, aber natürlich passiert allerhand: die Menschen leben, sie sterben, sie arbeiten, sie vergnügen sich, sie streiten sich, sie können sich leiden oder nicht usw.
Ich kann nicht klar sagen, was da genau passiert und wie das Buch einen in seinen Sog holt, aber das tut es ganz sicher und zuverlässig. Marteen ist auch nicht immer sympathisch, muß man sagen.
Vom Klappentext:
Voskuil schildert in "Das Büro" mit großer Detailfreude den Büroalltag, in dem nach Herzenslust gemobbt und gefaulenzt wird.
gregorgross reviewed In the Ocean of Night by Gregory Benford (Galactic Center, Volume 1)
Wow, unexpectedly great book...
5 stars
... that I read in english, in my case. A book about a first contact that is special in the way it goes wrong, even if all first contacts in human history and in SciFi always go wrong. In this case, contact happens to a robot spaceship. Scientists talk with it for a long time, yet something goes wrong and the thing runs off. But it turns out it might have been a scout sending out calls for bigger reinforcements now that the human answers have left a certain impression. Some want to prepare for war, others get religious about the entire experience (which sees some sort of bot intelligence downloading to humans), and yet others think we need to go after the scout to continue the discussions we already had, because there is so much to learn from those intelligent robots. Of course, this being a novel about humans, …
... that I read in english, in my case. A book about a first contact that is special in the way it goes wrong, even if all first contacts in human history and in SciFi always go wrong. In this case, contact happens to a robot spaceship. Scientists talk with it for a long time, yet something goes wrong and the thing runs off. But it turns out it might have been a scout sending out calls for bigger reinforcements now that the human answers have left a certain impression. Some want to prepare for war, others get religious about the entire experience (which sees some sort of bot intelligence downloading to humans), and yet others think we need to go after the scout to continue the discussions we already had, because there is so much to learn from those intelligent robots. Of course, this being a novel about humans, guess which way the humans lean?
The plot is fast-paced. The protagonist is not easy to be liked. But the story also touches on profound philosophical issues about what it means to be human, to live in the universe, to have first contact etc. I go and order the rest of this series, too, for it's unexpectedly good and nice to read.
Also, I was just looking for another SciFi series to start.
gregorgross reviewed System Collapse by Martha Wells (The Murderbot Diaries, #7)
Now I'm done reading all books there are in this series...
4 stars
... and I'm not satisfied and now keep waiting for a new book in this series. What is so fun is the always hard strategical thinking Murderbot and ART and their humans have to do, which always happens because they are always in dire straits because of buccaneering megalarge companies doing their power grabs over humans, other companies, even planets.
Also, because it's fun because Murderbot got rid of its governor module, so it can be free. But the governor module also manages anger, and since it's down, the anger is always up. Beware of ART, who is much bigger than Murderbot, and so he's got much bigger amounts of anger, you know.
And also because it feels like Murderbot is freeing lots of other SecBots everywhere and this might lead to a full stop revolution of SecBots and larger bots as well.
... and I'm not satisfied and now keep waiting for a new book in this series. What is so fun is the always hard strategical thinking Murderbot and ART and their humans have to do, which always happens because they are always in dire straits because of buccaneering megalarge companies doing their power grabs over humans, other companies, even planets.
Also, because it's fun because Murderbot got rid of its governor module, so it can be free. But the governor module also manages anger, and since it's down, the anger is always up. Beware of ART, who is much bigger than Murderbot, and so he's got much bigger amounts of anger, you know.
And also because it feels like Murderbot is freeing lots of other SecBots everywhere and this might lead to a full stop revolution of SecBots and larger bots as well.
Würde sich lohnen, wenn Eagle nicht bald eingesellt würde...
3 stars
Die Beispiele sind ganz gut und steigern sich langsam, aber sicher in ihrer Komplexität. Das Programm Eagle kann man danach bedienen, nur wird das in 2025 eingestampft. In einigen Beispielen gab es kleine Abweichungen und Fehler, aber die waren nicht so schlimm und trugen für mich zum Lernen bei. Ich breche nach 3 von 5 großen Beispielen ab und mache weiter mit einer Einführung in KICAD.
gregorgross reviewed Two Years Before the Mast by Richard Henry Dana
Ich hab's in Deutsch gelesen...
4 stars
... denn die Bezeichnungen für all die Segel-Hardware ist bereits in deutsch kaum verständlich. Ich mag Tagebücher und Reisen, und dies hier ist anscheinend das erste Buch eines Matrosen übers Segeln. Dana studierte an Harvard, als seine Augen schlecht wurden und er sich dachte, eine Seereise als Matrose vorm Mast würde dies lindern (was es am Ende auch tat). Dana schrieb alles auf über die Lebensumstände von Matrosen und setzte sich später auch als Anwalt und Lobbyist für Matrosen ein. Seine Schilderung des Lebens auf der Pilgrim und der Alert sind sehr eindeutig und offenlegend, seine Beobachtungen der Natur, des Wetters und eines Kaliforniens, das noch im Tiefschlaf liegt, beschreiben eine Welt, die wir vermissen, würde ich sagen. Auch was wir übers Leben an Bord eines Schiffes lernen, über die Arbeit der Zubereitung von Rinderhäuten für den Transport, übers Handling eines Segelschiffs, sind zugleich romantisch und manchmal auch etwas ermüdend.
…... denn die Bezeichnungen für all die Segel-Hardware ist bereits in deutsch kaum verständlich. Ich mag Tagebücher und Reisen, und dies hier ist anscheinend das erste Buch eines Matrosen übers Segeln. Dana studierte an Harvard, als seine Augen schlecht wurden und er sich dachte, eine Seereise als Matrose vorm Mast würde dies lindern (was es am Ende auch tat). Dana schrieb alles auf über die Lebensumstände von Matrosen und setzte sich später auch als Anwalt und Lobbyist für Matrosen ein. Seine Schilderung des Lebens auf der Pilgrim und der Alert sind sehr eindeutig und offenlegend, seine Beobachtungen der Natur, des Wetters und eines Kaliforniens, das noch im Tiefschlaf liegt, beschreiben eine Welt, die wir vermissen, würde ich sagen. Auch was wir übers Leben an Bord eines Schiffes lernen, über die Arbeit der Zubereitung von Rinderhäuten für den Transport, übers Handling eines Segelschiffs, sind zugleich romantisch und manchmal auch etwas ermüdend.
In Summe habe ich es sehr genossen. Bin wohl drüber gestolpert in einem Nachwort zu Patrick O'Briens Audrey/Maturin-Serie und hole mir jetzt weitere Seefahrtromane wie z.B. Weißjacke von Hermann Melville.
Mehr als lesenswerter Rückblick auf 100 Jahre Volksbühne
5 stars
Die Volksbühne hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mitten im Zentrum Berlins, mit diesem Namen, stand sie oft im Mittelpunkt politischen Interesses, von der Weimarer Republik übers Dritte Reich der Nazis, die DDR und nun das geeinte Deutschland.
Hier werden Fotos und Texte aus 100 Jahren Geschichte präsentiert. Die Texte stammen aus Zeitungsartikeln, Briefen, Interviews, Tagebüchern etc. und sind nicht chronologisch angeordnet, und auch nur im Verzeichnis hinten wird klar, wer das wann sagte oder schrieb. Man muss also ein bisschen nachdenken, aber das geht ganz gut (ich erkannte an einer Stelle den Ton aus dem Tagebuch Josef Goebbels korrekt). Wir erfahren viel über die politischen Zustände in diesen 100 Jahren, über Probleme im Haus, über das Miteinander oder Gegeneinander von Theatermachern und Menschen außerhalb, Umgang mit Polizei, Armee, Geheimdiensten und vieles, vieles mehr.
Das Büchlein wurde mir von der Volksbühne zugeschickt, aber ich bin ehrlich begeistert von …
Die Volksbühne hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mitten im Zentrum Berlins, mit diesem Namen, stand sie oft im Mittelpunkt politischen Interesses, von der Weimarer Republik übers Dritte Reich der Nazis, die DDR und nun das geeinte Deutschland.
Hier werden Fotos und Texte aus 100 Jahren Geschichte präsentiert. Die Texte stammen aus Zeitungsartikeln, Briefen, Interviews, Tagebüchern etc. und sind nicht chronologisch angeordnet, und auch nur im Verzeichnis hinten wird klar, wer das wann sagte oder schrieb. Man muss also ein bisschen nachdenken, aber das geht ganz gut (ich erkannte an einer Stelle den Ton aus dem Tagebuch Josef Goebbels korrekt). Wir erfahren viel über die politischen Zustände in diesen 100 Jahren, über Probleme im Haus, über das Miteinander oder Gegeneinander von Theatermachern und Menschen außerhalb, Umgang mit Polizei, Armee, Geheimdiensten und vieles, vieles mehr.
Das Büchlein wurde mir von der Volksbühne zugeschickt, aber ich bin ehrlich begeistert von diesem Text (die Fotos sind auch nicht schlecht und zeigen viel Zerstörung und liebevolle Details).
Ein paar Zitate:
Theater, denen es nicht mehr gelingt, die Frage "Was soll das?" zu provozieren, werden mit Recht geschlossen. Ich bin froh, dass es die/eure Volksbühne gibt, so wie sie ist und hoffentlich noch eine Weile bleiben wird, ÜBER DEN GEWITTERN UND AM VORABEND DES TODES ... (Heiner Müller, 1994).
Also jetzt ist es ruhiger. Jetzt passiert hier kaum noch was. Aber eigentlich war hier immer Remmidemmi, bis zur Wendezeit. Wo dann der Intendant als einziger den Mut hatte, hier im Haus die Vorbereitung für die große Veranstaltung am 4. November 1989 am Alexanderplatz stattfinden zu lassen. Auch die Durchführung. Also, das war unser LKW, der die Rednerplattform war, am Alexanderplatz. (Achim Busch, 2014)
Wenn Leute auf die Bühne gehen, um zu gefallen, finde ich das widerlich. - Obwohl alle in unserem Beruf gefallen wollen. Nur, was heißt das denn? Was beinhaltet das? Problematisch. (Silvie Rieger, 2014)
Ich habe das Gefühl, daß 90% derjenigen, die Kunst praktizieren, vor der direkten Zensur bereits die eigene, innere Zensur aktivieren. Das ist der nächste Sündenfall. Dass sie, die bezahlte Sozialrevolutionäre und Anarchisten sein sollten, zu Systembestätigern geworden sind. Sie sind in den Bereich der Ku'damm-Komödie vorgestoßen. (Frank Castorf, 2014)













