Reviews and Comments

gregorgross

gregorgross@bookrastinating.com

Joined 3 years, 2 months ago

Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Seitdem interessiert sich Gregor für alles Mögliche, manchmal sogar wichtigen Sachen: weit gestreute Romane aus fast allen Genres (eigentlich nur keine aus dem Genre, wo blondgelockte Männer mit nacktem Oberkörper auf Pferden sitzend die Covers zieren), Baseballstatistiken, Wandern, Kochen, Zukunft von Mensch und Maschine.

Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in seiner Firma (http://alpha-board.de macht agile Hardware-Entwicklung und Fertigungsservice) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Büchern und noch mehr Büchern und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.

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reviewed The Company by Arabella Edge

Arabella Edge: The Company  (Paperback, 2003, Simon & Schuster)

Brutale Meuterei führt zu Meuterer-Königreich

Sehr dramatischer Bericht über eine Meuterei auf einem Schiff, der Batavia. Die Meuternden landen am Ende auf einer Insel, wo einer von ihnen eine Schreckensherrschaft beginnt, die viele Tote erfordert:

It is difficult to overstate the horror of what happened to the passengers of the Batavia. Cornelisz and the other mutineers ruled the island for three and a half months. Nearly 200 men, women, and children died or were murdered under Cornelisz’s command, while some of the younger women were raped and kept as sex slaves. (aus dem Artikel unten)

Arabelle Edge schreibt gerne über nicht so glücklich verlaufende Schiffsreisen, wie auch in The Raft (Das Floß der Medusa). Dies hier ist eine sehr unangenehme Geschichte, aber extrem lesenswert und gut lesbar.

Jemand war übrigens gerade auf einer dieser Inseln und suchte dort nach Skeletten von damals: hakaimagazine.com/news/the-batavias-story-of-mutiny-and-murder-gets-a-new-chapter/

Arabella Edge: The Raft (Hardcover, 2006, Not Avail)

A tale of grand passion set in Paris in 1818, Inspired by the story of …

Sehr schönes Buch über eine völlig idiotische Seereise, bei der am Ende arme (und häufig auch nicht-weiße) Menschen in Seenot zurückblieben, sich ein Floß bauten in Sichtweite der afrikanischen Küste, versuchten an Land zu gelangen, abtrieben, aus Essensnot Kannibalismus begingen, bevor sie am Ende gefunden und gerettet wurden.

Theodore Gricault machte daraus sein berühmtestes Bild, das Floß der Medusa (so hieß das Unglücksschiff). Auch darüber wird hier sehr genau berichtet. Ein sehr gut geschriebener Roman, der zum Teil keine Fiktion enthält.

started reading A Master of Djinn by P. Djèlí Clark (Dead Djinn Universe, #1)

P. Djèlí Clark: A Master of Djinn (Hardcover, 2021, Tor)

Nebula, Locus, and Alex Award-winner P. Djèlí Clark returns to his popular alternate Cairo universe …

Yeeehhhhaaaahhhh! Djinns in 1912 Egypt, which is a world power precisely because of that. I was sold by "A dead djinn in Cairo", a short story that was once available somewhere on the web before it became a book as well. That short story was leading up to this book. Both got prices, I think.

Bryan Washington: Memorial (Hardcover, 2020, Riverhead Books)

Benson and Mike are two young guys who live together in Houston. Mike is a …

Witzig, unterhaltsam und lehrreich

Es geht um die Beziehung zweier Männer, wie sie sich nicht festlegen wollen und können, wie sie miteinander umgehen, wie sie versuchen, Liebe zu finden.

Beide haben eine recht bewegte Vergangenheit und, u.a. aufgrund ihrer Homosexualität, Probleme mit ihren Familien. Auch das ist ein Schwerpunkt der Handlung, vor allem, wenn die Mutter des einen aus Japan kommt, er aber zeitgleich nach Japan fliegt, um seinem Vater beim Sterben zu helfen. Die Mutter lebt dann also eine Weile mit dem Liebhaber ihres Sohns zusammen.

Dabei wird nie übers Leben im allgemeinen gesprochen, sondern immer nur über die spezifischen Leben der Protagonisten. Und trotzdem ergibt sich am Ende eine Meta-Analyse dessen, was es heißt zu leben, Familien zu haben, zu lieben.

Die Dialoge sind Weltklasse. Bryan Washington schreibt mit die besten Dialoge, die ich kenne: sehr witzig, schlagfertig, voll Einsichten in die conditio humano.

Das Buch und …

Bryan Washington: Memorial (Hardcover, 2020, Riverhead Books)

Benson and Mike are two young guys who live together in Houston. Mike is a …

I'm reading this in German, actually, where the book is called "Dinge, an die wir nicht glauben". Great book so far, very funny, and Washington is a master of dialogue for sure.

I stumbled upon this via The New Yorker, where Washington published a short story from out of this book ➜ www.newyorker.com/magazine/2020/08/03/heirlooms

Ted Chiang: Arrival (Paperback, 2016, Vintage)

Nice article about "The story of your life" by Ted Chiang, one of the short stories in this book. It was later made into the movie "Arrival". The article uses this short story to tell us about how we can use SciFi for teaching: blog.apaonline.org/2023/06/16/teaching-with-sci-fi-stories-empathic-imagination-and-meta-reflection/

commented on 2666 by Roberto Bolano

Roberto Bolano: 2666 (Paperback, 2012, Pegasus) No rating

Roberto Bolano's way too early dead happened about 20 years ago. Yet no biography has been written so far, this article points out: lithub.com/the-complicated-afterlives-of-roberto-bolano/

This was one of the best books of my reading life. I just decided I'll reread it very soon (I think the same of Infinite Jest, btw).

Vasilij Âroslavovič Golovanov: Die Insel oder Rechtfertigung des sinnlosen Reisens (Paperback, deutsch language, Matthias Seitz Berlin) No rating

Mit unerhörter Intensität und getränkt von Mythen, Märchen und Legenden beschreibt der Journalist und …

Vielleicht wundert es jemanden, warum ich seit einiger Zeit nichts zu diesem Buch gepostet habe.

Das erklärt sich leicht: es lag am Leben. Das ist das, was ich tue, wenn ich nicht lese quasi. Da war zum Beispiel die Fusion, auf der ich war, was zwar auch eine Reise (mit Zelt) ist, und wo ich auch gerne Tagebuch geführt hätte, wie Golowanow es auf Kolgujew tat.

Und interessanterweise hatte ich am ersten Tag der Fusion das Gefühl, unendlich Zeit zu haben. Damit meinte ich, für die Fusion, fürs Feiern, fürs Tanzen, Quatschen, Rumlatschen, Musik hören und treiben lassen. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen fünf Tage Festival vor mir, und als Papa und Ehemann habe ich normalerweise nie so viel Zeit für mich selbst, am Stück.

Was ich nicht dachte, war, daß es auch bedeutet, keine Zeit zu haben für alles andere: für Mails, soziale Medien, fürs Lesen, …

James Lovelock: The ages of Gaia : a biography of our living Earth (1988, Oxford University Press) No rating

I read this book in a German version and I was flabbergasted. It turned the way I see the world on its head: there is a living crust around Earth, in atmosphere, water, and like the top couple of meter of Earth itself, that's altogether behaving like a superorganism. It is really complex and interwoven between organisms and matter and, as a superorganism, it controls the environment and can change it, like a wood creates its own rain, and thus the biggest river of Earth comes from the biggest remaining wood. And so on. You can't see Earth differently afterwards. One of the best and most important reads of my live, I'd say.

Here's also a link to an interview about James Lovelock ➜ www.dazeddigital.com/life-culture/article/59793/1/ever-gaia-hans-ulrich-obrist-james-lovelock

Salman Rushdie: Victory City (2023, Random House Publishing Group)

A 247-year-old demi-god chronicles the birth and death of Bisnaga, a city she created and …