Back
Vasilij Âroslavovič Golovanov: Die Insel oder Rechtfertigung des sinnlosen Reisens (Paperback, deutsch language, Matthias Seitz Berlin) No rating

Mit unerhörter Intensität und getränkt von Mythen, Märchen und Legenden beschreibt der Journalist und …

Vielleicht wundert es jemanden, warum ich seit einiger Zeit nichts zu diesem Buch gepostet habe.

Das erklärt sich leicht: es lag am Leben. Das ist das, was ich tue, wenn ich nicht lese quasi. Da war zum Beispiel die Fusion, auf der ich war, was zwar auch eine Reise (mit Zelt) ist, und wo ich auch gerne Tagebuch geführt hätte, wie Golowanow es auf Kolgujew tat.

Und interessanterweise hatte ich am ersten Tag der Fusion das Gefühl, unendlich Zeit zu haben. Damit meinte ich, für die Fusion, fürs Feiern, fürs Tanzen, Quatschen, Rumlatschen, Musik hören und treiben lassen. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen fünf Tage Festival vor mir, und als Papa und Ehemann habe ich normalerweise nie so viel Zeit für mich selbst, am Stück.

Was ich nicht dachte, war, daß es auch bedeutet, keine Zeit zu haben für alles andere: für Mails, soziale Medien, fürs Lesen, selbst fürs Anstellen zum Essen (ich habe mir dann lieber Essen ausgewählt, wo keine Schlange anstand, und bin damit auch sehr gut gefahren).

Nichtsdestotrotz werden demnächst einige Zitate folgen, denn ich habe mir noch einige weitere gute Stellen notiert. Und nachdem ich nun mehr als eine Woche gar kein Buch in den Händen hielt, fühle ich nun in mir einen richtigen Hunger aufs Lesen, dem Hunger vergleichbar, den ich beim Anstehen auf der Fusion hatte (wo ich immer viel zu spät auf meine eigenen körperlichen Bedürfnisse achtete).

Manchmal sind Lesepausen notwendig, um wieder richtig lesen zu wollen.