Denn eine Kritik besteht gerade darin, daß man entweder auf Widersprüche innerhalb der zu kritisierenden Theorie verweist oder auf Widersprüche zwischen der Theorie und gewissen Erfahrungstatsachen.
Ich neige zur Ansicht, daß Herrscher sich moralisch oder intellektuell selten über und oft unter dem Durchschnitt befanden. Und ich halte es in der Politik für ein kluges Prinzip, wenn wir uns, so gut wir können, für das Ärgste vorbereiten, obschon wir natürlich zur gleichen Zeit versuchen sollten, das Beste zu erreichen. Es scheint mir Wahnsinn, alle unsere politischen Bemühungen auf die schwache Hoffnung zu gründen, daß die Auswahl hervorragender oder auch nur kompetenter Herrscher von Erfolg begleitert sein wird.
Wie können wir politische Institutionen so organisieren, daß es schlechten oder inkompetenten Herrschern unmöglich ist, allzugroßen Schaden aanzurichten?
Radiosendungen nach Deutschland | Neuausgabe mit einem Vorwort und einem Nachwort von Mely Kiyak
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Thomas Mann kannte ich bisher nur als »der Autor der Buddenbrocks«. Ich wusste zwar, dass er auch eine Radioansprache nach der Kapitulation der Nazis gehalten hatte, aber nicht, dass er das über fünf Jahre in unregelmäßigen Abständen tat.
Sehr hat mich beeindruckt, wie die anfänglich noch relativ harmlosen Beschimpfungen der Nazis über die Jahre eskalieren. Man erkennt daraus auch die zunehmende Verzweiflung Manns. Dass er manchmal Wörter verwendet, die man heute wegen ihrem rassistischen Hintergrund nicht mehr verwenden sollte, sei ihm nachgesehen.
Mely Kiyak hat diese Sendungen am Ende des Buches aber deutlich besser zusammengefasst, als ich es je könnte. Zumindest diese sollte man lesen.
Da die einzelnen Ansprachen nur wenige Seiten lang sind, kann man sie leicht auch zwischendurch lesen. Manchmal wünschte ich mir aber Links zur Wikipedia, denn manches
Thomas Mann kannte ich bisher nur als »der Autor der Buddenbrocks«. Ich wusste zwar, dass er auch eine Radioansprache nach der Kapitulation der Nazis gehalten hatte, aber nicht, dass er das über fünf Jahre in unregelmäßigen Abständen tat.
Sehr hat mich beeindruckt, wie die anfänglich noch relativ harmlosen Beschimpfungen der Nazis über die Jahre eskalieren. Man erkennt daraus auch die zunehmende Verzweiflung Manns. Dass er manchmal Wörter verwendet, die man heute wegen ihrem rassistischen Hintergrund nicht mehr verwenden sollte, sei ihm nachgesehen.
Mely Kiyak hat diese Sendungen am Ende des Buches aber deutlich besser zusammengefasst, als ich es je könnte. Zumindest diese sollte man lesen.
Da die einzelnen Ansprachen nur wenige Seiten lang sind, kann man sie leicht auch zwischendurch lesen. Manchmal wünschte ich mir aber Links zur Wikipedia, denn manches