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Gaysis

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J. R. R. Tolkien: Les enfants de Hurin (French language, 2009)

The Children of Húrin is an epic fantasy novel which forms the completion of a …

Er liess ihm die Wahl, entweder frei zu gehen, wohin er wolle, oder den Rang und die Befehlsgewalt als der mächtigste seiner Hauptleute anzunehmen; er brauche nur zu enthüllen, wo sich Turgons Festung befinde, und alles zu erzählen, was er über die Pläne des Königs wisse. Doch Húrin der Standhafte verhöhnte ihn und sagte: "Du bist blind, Morgoth Bauglir, und du wirst es immer sein und nur das Dunkle sehen. Du weisst nicht, welchen Gesetzen die Herzen der Menschen folgen, und wenn du es wüsstest, könntest du sie nicht beeinflussen. Ein Narr, wer ein Angebot Morgoths annimmt! Zuerst wirst du nehmen, was man dir gibt, und dann dein Versprechen nicht halten. Ich würde nur den Tod als Lohn empfangen, wenn ich dir sagte, was du wissen willst."

Darauf lachte Morgoth und sagte: "Du wirst den Tod noch wie eine Gnade von mir erflehen." [Er] [...] befahl ihm nach Westen zu schauen, nach Hithlum, und an sein Weib, seinen Sohn und seine Familie zu denken. "Denn sie wohnen jetzt im Bereich meiner Macht', sagte er, 'und sind meiner Gnade ausgeliefert." "Du kennst keine Gnade", entgegnete Húrin. "Doch über diese Menschen wirst du den Weg zu Turgon nicht finden, denn sie kennen seine Geheimnisse nicht."

Les enfants de Hurin by  (Page 66)

Maarten 't Hart: In Unnütz toller Wut (German language, 2004, Piper) No rating

An sich schreibt Maarten't Hart prächtige Bücher, an der Qualität und der Erzählung von diesem gibt es also auch diesmal nichts auszusetzen. Wie immer gespickt mit allerlei skurrilen Charakteren, die leben und sterben und Verschwörungsmythen erschaffen. Scharfsinnige Porträts mit Tiefblick. Was mir allerdings inzwischen gehörig auf die Nerven geht, sind vor allem zwei Dinge Erstens der immer präsente Snobismus -- Harts Hauptfiguren sind irgendwie stets studierte Typen, die ausschliesslich klassische Musik hören, sich besonders für Naturkunde interessieren und eine gewisse Verachtung für alle Menschen hegen, deren Geschmack nicht damit übereinstimmt. Soll wohl sympathisch wirken. Zweitens das Frauenbild, das die Texte widerspiegeln, und das sich über alle Charaktere so konsistent hält, dass ich nichts anderes schlussfolgern kann, als dass der Autor selber ein solches Bild im Kopf (oder wo auch immer) hat und dieses bisher nicht so tiefgründig reflektiert hat wie seine üblichen Themen. So werden Frauen auch in diesem Roman …