Unser Leben ist geprägt von Verhandlungen. Ob im Alltag, im Beruf oder in der Familie …
Ziemlich vernünftiges Standardwerk. Hatte aber schon eine Weiterbildung zum Thema besucht und danach brachte das Buch nichts wirlich Neues mehr. Die Sprache ist stellenweise schludrig bis unlogisch - hier wurde wohl an einem guten Korrektorat gespart.
An sich schreibt Maarten't Hart prächtige Bücher, an der Qualität und der Erzählung von diesem gibt es also auch diesmal nichts auszusetzen. Wie immer gespickt mit allerlei skurrilen Charakteren, die leben und sterben und Verschwörungsmythen erschaffen. Scharfsinnige Porträts mit Tiefblick. Was mir allerdings inzwischen gehörig auf die Nerven geht, sind vor allem zwei Dinge Erstens der immer präsente Snobismus -- Harts Hauptfiguren sind irgendwie stets studierte Typen, die ausschliesslich klassische Musik hören, sich besonders für Naturkunde interessieren und eine gewisse Verachtung für alle Menschen hegen, deren Geschmack nicht damit übereinstimmt. Soll wohl sympathisch wirken. Zweitens das Frauenbild, das die Texte widerspiegeln, und das sich über alle Charaktere so konsistent hält, dass ich nichts anderes schlussfolgern kann, als dass der Autor selber ein solches Bild im Kopf (oder wo auch immer) hat und dieses bisher nicht so tiefgründig reflektiert hat wie seine üblichen Themen. So werden Frauen auch in diesem Roman …
An sich schreibt Maarten't Hart prächtige Bücher, an der Qualität und der Erzählung von diesem gibt es also auch diesmal nichts auszusetzen. Wie immer gespickt mit allerlei skurrilen Charakteren, die leben und sterben und Verschwörungsmythen erschaffen. Scharfsinnige Porträts mit Tiefblick.
Was mir allerdings inzwischen gehörig auf die Nerven geht, sind vor allem zwei Dinge
Erstens der immer präsente Snobismus -- Harts Hauptfiguren sind irgendwie stets studierte Typen, die ausschliesslich klassische Musik hören, sich besonders für Naturkunde interessieren und eine gewisse Verachtung für alle Menschen hegen, deren Geschmack nicht damit übereinstimmt. Soll wohl sympathisch wirken.
Zweitens das Frauenbild, das die Texte widerspiegeln, und das sich über alle Charaktere so konsistent hält, dass ich nichts anderes schlussfolgern kann, als dass der Autor selber ein solches Bild im Kopf (oder wo auch immer) hat und dieses bisher nicht so tiefgründig reflektiert hat wie seine üblichen Themen. So werden Frauen auch in diesem Roman mit Sätzen wie diesen beschrieben:
"Dort wohnt ein schiefgewachsener Gnom, die alte Miep Heemskerk."
"Ich sehe nur eine muskulöse Farbige. [...] Welch ein Koloß. Aus der kann man zwei Frauen meines Formats machen. [...] Sie ist nicht echt. Bestimmt war sie ein Mann und hat sich zur Frau umoperieren lassen."
"Weibliche Fotografen sind fast immer kleiner als die Männer, die sie fotografieren, und schon darum ist ihre Arbeit von vornherein zum Scheitern verurteilt."
"Sie war schätzungsweise etwa so alt wie ich. Trotzdem war sie noch erstaunlich attraktiv."
"Sie gab sich alle Mühe, so bezaubernd wie möglich zu lächeln. Leider trug sie eine alte schwarze Weste über einem billigen geblümten Kleid, das nicht wirklich verschleierte, wie mollig Molly war."
"Man bekommt einen Riesenschreck, wenn man eine Frau, die sich sorgfältig und perfekt zu schminken pflegt, plötzlich ohne Make-up erblickt. Man könnte dann meinen, sie sei sehr krank."
"'...wenn jetzt mal bloß nicht so ein hübsch geschminktes, aber strohdummes achtzehnjähriges Gänschen hinter der Ladentheke steht.' Leider aber kam genau so ein Mädchen, das zwar nicht geschminkt, dafür aber bereits recht aufgedunsen war..."