Fynh liest reviewed Asteroid Now by Florian Freistetter
Asteroid Now von Florian Freistetter
4 stars
Content warning Text mit Überlänge und langen Schachtelsätzen, CN Naturkatastrophen, Tod
Florian Freistetter schreibt in Asteroid Now über die mögliche Zukunft der Raumfahrt. Beginnend bei Dingen, die schon in der Gegenwart sowohl technisch als auch physikalisch theoretisch möglich wären, über Technologien, die zwar ebenfalls in der Theorie umsetzbar, aber in der Praxis schon viel schwerer zu verwirklichen wären, bis hin zu Ideen, die wie reine Sience Fiction anmuten, aber immer noch eine wissenschaftliche Basis haben. Es geht darum, die Raumfahrt effizienter und ressourcenschonender zu machen. Um Weltraumlifte, Generationenraumschiffe, die Besiedelung anderer Planeten, Dyson Sphären und vieles mehr. Ich finde es interessant, ich finde es spannend und faszinierend und es lässt mich träumen.
Aufhänger ist die Tatsache, dass Asteroideneinschläge und damit zusammenhängende katastrophale Folgen Ereignisse sind, vor denen man nicht einfach die Augen verschließen sollte, in der Hoffnung, dass es sich nur um eine theoretische Gefahr handelt, die uns schon nicht betreffen wird. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich mal wieder ein Asteroid auf die Erde zubewegt. Und die Menschen, die dann auf der Erde leben, haben sicherlich Interesse daran, sich dann irgendwie zu schützen. Und dafür führt eben kein Weg an der Weiterentwicklung der Raumfahrt vorbei.
Einziger Punkt, der mich grübeln lies, war die ständige Betonung, dass es darum geht, dass "wir als Menschheit" überleben. Dieses "Überleben" einer "kollektiven Menschheit" habe ich noch nie ganz verstanden. Ich meine, klar, auch zukünfitge Generationen und deren Individuel sollen ein gutes und sicheres Leben haben und keinen vermeidbaren Gefahren ausgesetzt sein, dafür sollte natürlich alles Mögliche getan werden (hallo Klimawandel). Aber im Falle eines Asteroiden, der die Erde zerstört, weiß ich nicht, was die dabei ums Leben kommenden Individuen davon hätten, dass irgendwo anders im Universum noch andere Menschen existieren.
Aber abgesehen davon fand ich es ein spannendes Buch, in dem existierende und zukünftige Techniken der Raumfahrt anschaulich, verständlich und nachvollziehbar erklärt werden und auch immer wieder Ausflüge in ihre Vergangenheit unternommen werden.
Insgesamt ein sehr optimistischer Blick auf die mögliche Zukunft der Raumfahrt, wie der Autor selbst schreibt. Insbesondere im Bezug auf die Zusammenarbeit innerhalb der Menschheit, die für solche Projekte nötig wäre. Vor allem mit Hinblick darauf, dass es um diese Zusammenarbeit momentan auch nicht gerade gut bestellt ist und wir es nicht mal schaffen, gegenwärtige Probleme gut zusammen zu lösen (hello again Klimawandel). Aber ein wenig Optimismus braucht es wahrscheinlich auch einfach, wenn man einige der im Buch vorgestellten Ideen umsetzen möchte. :)